Interviews..
Adler Mannheim..
| Stephan, nun bist du
schon deine zweite Saison in Mannheim, was hat dich fasziniert nach
Mannheim zu wechseln? |
| Mannheim war und ist
immer ein Titelaspirant und da meine Zeit im Eishockey leider auch
bemessen ist, muss ich auch schön langsam mal schauen, dass ich
Deutscher Meister werde. Mein Ziel ist es einfach noch Deutscher Meister
zu werden und zusammen mit Mannheim rechne ich mir die größten Chancen
aus. |
| Was gefällt dir in
oder an Mannheim besonders? |
| Auf diese Frage muss
ich natürlich die SAP-Arena als erstes nennen, denn dieser gesamte
Komplex mit drei Eisflächen, Umkleiden, Kraftraum, Sauna, Dampfbad,
Pool…… sucht in Europa seinesgleichen und ist ohne Übertreibung
europaweit die Nummer 1. Des Weiteren ist die Gegend mit ihren kleineren
Städten rund um Mannheim sehr schön und bietet viele Möglichkeiten, um
etwas abzuschalten und um das Leben zu genießen. |
| Vermisst du in
Mannheim etwas? |
| Da Mannheim ein sehr
professionell geführter Verein ist, wahrscheinlich der best geführte
Verein in der DEL, geht das familiäre Gefühl, wie ich es aus Kassel
kannte etwas unter. Aber es ist auch verständlich, wenn man sieht, wie
viele Personen und Unternehmen an diesem Projekt beteiligt sind. |
| Wie ist das
Verhältnis zwischen den Fans und dem Team?
Anders
als in anderen Vereinen, wo du bisher gespielt hast?
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| Aus meiner Sicht würde
ich sagen, dass das Verhältnis sehr gut ist. Zum Beispiel wird jeder
Spieler am Anfang der Saison einem Fanclub als Pate zugelost und wird
dann die ganze Saison über begleitet. Es gibt auch den so genannten
„Happy Train“, in dem die Mannschaft zusammen mit den Fans von einem
Auswärtsspiel zurück nach Mannheim fährt. |
| Mit welchem Spieler
kommst du am besten aus deiner Mannschaft aus? |
| Ich komme eigentlich
mit allen sehr gut aus. Das schöne an einer Mannschaft ist, das sie
viele unterschiedliche Charaktere beinhaltet und so auch die Möglichkeit
besteht, sich unterschiedliche Meinungen und Ansichten anzuhören. |
| Wie ist die Stimmung
im Team? |
| Wir haben eine sehr
gute Stimmung in der Mannschaft, aber natürlich steigt und fällt die
Stimmung auch mit dem Erfolg oder Misserfolg. Aber es ist immer sehr
lustig, besonders nach gewonnenen Spielen wird immer unsere spezielle
Siegeshymne aufgelegt und wir klatschen und tanzen dann durch die
Kabine. |
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Wer ist der beste
Spieler für dich bei den Adlern Mannheim? |
| Es gibt keinen besten
oder schlechtesten Spieler in der Mannschaft – jeder trägt seinen Teil
dazu bei. |
| Welche
Trainingsweise hat Trainer Poss? |
| Greg Poss ist ein
Trainer, der sehr auf körperliche Fitness achtet und auch
dementsprechend trainiert. So hatten wir zum Beispiel ein sehr
intensives Sommertraining. |
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Wie verkraftest du
die langen Busfahrten zu Auswärtsspielen, Woche für Woche? Wirkt sich so
eine Busfahrt negativ aus? |
| Das macht mir
eigentlich gar nichts aus, da ich bei den Fahrten genügend Zeit habe, um
in Ruhe zu lesen, Filme zu schauen oder um einfach nur zu schlafen.
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| Wie ist es nach dem
Abstieg von Kassel und dem Aufstieg von Straubing wieder gegen deinen
Bruder zu spielen? |
| Leider konnte ich wegen
einer langen Verletzung noch nicht gegen meinen Bruder spielen, aber da
ich wieder im Geschehen mitmische freue ich mich sehr auf unser nächstes
Zusammentreffen. |
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Wie verbringst du
deine Freizeit? Was unternimmst du? |
| Meine freie Zeit
verbringe ich am liebsten mit meiner Freundin. Wir unternehmen sehr viel
gemeinsam und haben zusammen sehr viel Spaß. Leider würde ich auch gerne
mit meinem Bruder etwas unternehmen, aber leider ist der zu weit weg und
hat wegen dem Eishockey auch ebenfalls wenig Zeit.
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Kassel Huskies..
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"Als ich
acht Jahre alt war kam mein Onkel mit Schlittschuhen vorbei und sagte:
In einer Stunde ist Training. So bin ich zum Eishockey gekommen", klärte
Stephan Retzer auf. Aber vorher, vorher hätten ihn seine Eltern schon
zum Eiskunstlauf geschickt. Daran erinnern kann sich der 28jährige zwar
nicht mehr, "aber ich habe Fotos von mir gesehen, die das beweisen",
grinst der exzellente Schlittschuhläufer. Und wie könnte es anders sein,
der kleine Bruder schaute zu dem um fünf Jahre älteren auf und eifert
ihm auch in Sachen Eishockey nach. Während Stephan mit 17 Jahren bereits
von zu Hause auszog und nach Landshut ging (seit seinem 14. Lebensjahr
musste ihn Vater Rudolf täglich zum EVL fahren), blieb Christian in
Deggendorf und baute dort vor vier Jahren sein Abitur. "Obwohl Stephan
früh weg war, hat er mir immer mit Tipps zur Seite gestanden und an
meinem Training gefeilt. Landshut ist ja auch nicht so weit weg - da kam
er schon öfter mal nach Hause".
Erinnern
sich die beiden noch an ihre ersten Profi-Spiele? "Das war in der
Schweiz", erinnert sich Stephan, "da hat´s beim zweiten Wechsel nen
Crosscheck gegeben, dass die Zähne gewackelt haben - das war nicht so
schön." Keine schlechten Erinnerungen hat dagegen Christian: "Mein
erstes Profi-Spiel war mit Kassel. So richtig gespielt habe ich damals
zuerst in Mannheim - ein herausragendes Gefühl." Für Stephan ist es
inzwischen die vierte Saison in Nordhessen; die dritte davon mit seinem
Bruder zusammen. "Das war immer unser Traum - zusammen zu spielen",
erklärt der kleine Bruder. Sein sportliches Vorbild pflichtet ihm bei
und erinnert sich: "Wenn wir früher mit Erding und Deggendorf
gegeneinander gespielt haben, konnten wir uns an der Bande kaum das
Lachen verkneifen." Heute duellieren die beiden sich höchstens noch an
der X-Box. "Es macht Spaß dabei gegeneinander anzutreten oder auch mal
gemeinsam irgendwelche Welten zu erkunden", verdeutlicht Stephan den
Spieltrieb der beiden. Gegenseitig beschreiben sich die beiden geradezu
schwärmerischen Attributen: Stephan sei sehr zielstrebig und in seinem
Fleiß kaum zu überbieten." Christian hingegen se clever habe sehr viel
Talent.
In der
Freizeit unternehmen die Retzer-Brüder, wie erwartet, viel gemeinsam. Da
wird der neueste Kinofilm unter die Lupe genommen. (Lieblingsstreifen?
Christian: Last Samurai. Stephan: Star Wars) Oder gekocht was das Zeug
hält (Stephan: "alles - italienisch - asiatisch, alles.") Im Kühlschrank
hat Christian immer ausreichend von Mamas guter Erdbeermarmelade, Milch
und Butter, Zwischenruf Stephan: "Nee, Butter ham mer net!" Trotzige
Antwort des kleinen Bruder: "Ich schon." Der Ältere schwört da lieber
auf Brunch, getrocknete Tomaten und Actimel (grinsender Gegenstoß des
Jüngeren: "Schleimer...")
In
Kassel gefällt es ihnen gut; das Umfeld sei einmalig und mit einer
wunderbar familiären Atmosphäre ausgestattet, Kassel selbst eine
klassische Eishockeystadt. "Es wird einem leicht gemacht, sich hier wohl
zu fühlen", sagt Christian dankbar. Zusammen schauen die beiden sich
auch schon mal die Spiele der Fußballbundesliga an. Und für welchen
Verein wird im Hause Retzer gejubelt? "Wir halten zu den Bayern!",
gesteht Christian unter lauten "FCB"-Rufen seines Bruders. Lachen können
die beiden über Harald Schmidt. "Man merkt, dass er ein intellektueller
Mensch ist, so wie er die Dinge mit seinem satirischen Humor
rüberbringt." Und Stephan ergänzt: "Dieter Hallervorden ist aber auch
ziemlich gut!"
Und was
ist das Wichtigste, um ein guter Eishockeyspieler zu werden? Stephan:
"Zielstrebigkeit, Disziplin und Fleiß natürlich." Und auch der "Kleine",
der mit 1.85m eigentlich der Große ist, weiß einen Ratschlag: "Der Wille
ist am wichtigsten. Du darfst nie zu früh aufgeben." Dies zähle vor
allen dann, wenn´s mal nicht so gut läuft und deshalb auch für den Rest
der laufenden Saison. "Wir möchten ein großes Lob an die Fans richten.
Man muss ihnen wirklich Respekt zollen, dass sie uns in dieser Lage -
die nun schon die gesamte Saison andauert - immer unterstützen und
weiter hinter uns stehen.", betont Stephan und weiß: "Die Situation ist
nicht einfach für uns Spieler, aber für die Fans ist das Ganze
sicherlich noch um einiges schwieriger." Der gelernte Physiotherapeut
möchte nach dem Eishockey auf jeden Fall seine eigene Praxis eröffnen"
und vielleicht ein schönes Café oder Restaurant aufmachen." Christian
hat vor in nächster Zeit ein Studium zu beginnen. Was genau er
allerdings studieren möchte, ist dem Förderlizenzler aber noch unklar.
"Auf jeden Fall würde ich es gern mit dem Eishockey verbinden"
Wichtige
Bestandteile des Lebens der beiden Brüder sind Ordnung und Harmonie.
"Ich muss immer wissen, wohin ich gehöre, wohin ich gehe und was ich
mache", veranschaulicht Stephan und auch Christian empfindet sich selbst
als sehr harmoniebedürftig. Großes Ziel der beiden ist und bleibt
natürlich der Gewinn der Deutsche Meisterschaft, aber was würden sie
denn gern mal über sich selbst lesen? Stephan lachend: "Die Retzers
retten die Welt". Naja, vielleicht aber doch nur an der X-Box....
Quelle:
Bodycheck Kassel |
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Alles rund um seine Person.

Alle Videointerviews von Stephan.
Stephan in der Statistik.
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